Blog.Xewo.de Webhosting – Oder eigenen Server

Warum Webspace, statt gleich einen Server?
Webhosting Agenturen gibt es ja mittlerweile viele. Sie unterscheiden sich vor allem in den Preisen, sehr erheblich aber auch in ihren Leistungen. Wer einen schlechten Provider erwischt, der darf sich nicht nur über einen unfreundlichen Kundenservice ärgern, sowie über unflexible Vertragsbedingungen, sondern auch über langsamen Webspace oder Webseiten, die so gut wie nie erreichbar sind. In die Suche nach der richtigen Webhosting Agentur sollte man aus diesem Grund ruhig ein wenig Zeit investieren.

Hat man dann den passenden Anbieter gefunden, stellt sich die Frage: „Webspace oder Server?“. In erster Linie ist das eine Frage des Bedarfs. Wer eine simple Webseite ins Internet stellen möchte – sei sie noch so umfangreich – für den ist ein gewisses Maß an Webspace in der Regel vollkommen ausreichend. Immerhin reichen die Angebote hier passend zu Budget von 5 Megabyte bis hin zu 100 Gigabyte an Webspace. Da könnte man vermutlich sogar einen großen Teil des Wikipedia-Archivs bequem speichern. Will man allerdings ein Onlinegame installieren, eine große Community aufbauen oder sogar ein Firmenintranet, dann empfiehlt es sich, einen Server bei einer Webhosting Agentur zu mieten. Das ist nicht nur eine Platzfrage, immerhin können Sie hier Festplatten mit einem Webspace von bis zu 16.000 Gigabyte bekommen. Es ist vielmehr auch eine Frage der Performance.

Was nützt es einem, Unmengen an Webspace zu haben, wenn die Webseite schlecht erreichbar ist? Das ist vor allem dann der Fall, wenn man außerordentlich viele Besucher hat. Bei einem Spiel oder einer Community geht das sehr schnell. Darüber hinaus gibt es in solchen Fällen oft auch noch einige Megabyte an Daten, die hin und her geschickt werden müssen. Hat man keinen leistungsfähigen Prozessor und keine stabile Internetanbindung, kann der Datentransfer leicht in die Knie gehen. Die Folge davon ist, dass die eigene Webseite nur noch schwer oder überhaupt nicht mehr zu erreichen ist. Und warum ist es hier besser, sich statt dem Webspace  einen Server bei einer Webhosting Agentur zu mieten? Ganz einfach.

Mietet man sich Webspace, teilt man sich den Server mit anderen Leuten, die ebenfalls nur ein bisschen Webspace brauchen und keinen ganzen Server. Das bedeutet, dass der Prozessor des Computers die Daten und Besucheraufrufe aller Webseiten, die auf dem Computer liegen, zu bearbeiten hat. Liegen jetzt eine oder mehrere Webseiten auf dem Server, die sehr viele Besucher und ein hohes Datenvolumen haben, bleibt für die Performance einer kleineren Webseite oft keine Kapazität mehr übrig. Aus diesem Grund macht es auch keinen Grund, sich einen virtuellen Server, auch Vserver genannt, zu mieten. Das ist im Grunde nämlich nur dasselbe in grün.

Der Vorteil eines eigenen Servers ist also, dass auf diesem Computer einzig und allein die eigenen Daten sind. Nur die eigenen Besucher greifen auf den Webspace zu und beeinträchtigen dementsprechend auch die Internetanbindung. Es gibt also keine Mitnutzer mehr, unter deren Anwesenheit auf dem Webspace man zu leiden hat. Für professionelle Webseiten, die von vielen Besuchern leben, kann es daher unerlässlich sein, einen eigenen Server zu mieten  – auch dann, wenn eines der Webspace Angebote eigentlich ausreichen würde.
Da die Geschwindigkeit und Erreichbarkeit einer Webseite im Zweifelsfall von sehr viel größerer Bedeutung sein kann, als die Größe des Webspace, lässt sich die Webhosting Agentur ihren Server natürlich auch gut bezahlen. Generell muss man hier also mit höheren Kosten rechnen, als wenn man sich einfach nur ein bisschen Speicherplatz auf einem Wald- und Wiesenserver mieten würde. Allerdings können gerade solche Dinge über den Erfolg und Misserfolg einer Webseite entscheiden. Daher gibt es im Grunde keine Alternative, wenn man Webspace und eine stabile Internetanbindung benötigt.

Will man sich einen Server mieten, dann gibt es neben dem bereits erwähnten Vserver (den man sich tunlichst nicht besorgen sollte) auch noch Root Server und Managed Server. Webspace haben beide. Der Unterschied ist, dass man sich beim Root Server selbst um die Wartung, Sicherheitskopien und Datensicherheit seines Servers kümmert. Dafür hat man auch mehr Zugriffsrechte. Beim Managed Server übernimmt die Webhosting Agentur das.